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Psoriasis

Die Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine nicht-ansteckende, genetisch-geprägte, entzündliche und in Schüben verlaufende, chronische Erkrankung.

Was ist Psoriasis?

Da es sich bei Psoriasis um eine komplexe Erkrankung handelt, können auch die Herausforderungen, die sie mit sich bringt, vielfältig sein. Die Symptomkontrolle und Begleiterkrankungen im Zusammenhang mit Psoriasis sind zentrale, aber nicht unüberwindbare Herausforderungen, die mit einer regelmäßigen Vorsorge bewältigt werden können. Obwohl Psoriasis in erster Linie eine dermatologische Erkrankung ist, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich.1

Psoriasis ist eine häufige, komplexe, nicht übertragbare, entzündliche Krankheit, für die es derzeit keine Heilung gibt. Chronische Schmerzen, Hautveränderungen, Behinderungen und das Gefühl der Stigmatisierung tragen dazu bei, dass Psoriasis-Patienten eine verminderte Lebensqualität haben.1,2 Die Ätiologie der Psoriasis ist immer noch unklar, obwohl es Hinweise auf eine genetische Grundlage gibt.1,2 Zusätzliche Faktoren können die Erkrankung auslösen, darunter ein leichtes Trauma, Sonnenbrand, Infektionen, Stress und die Anwendung bestimmter Medikamente.1,2

Von Psoriasis sind 1 bis 3 % der Allgemeinbevölkerung betroffen.3,4

Es gibt mehrere klinische Formen der Psoriasis, die häufigste ist die Plaque-Psoriasis, von der 80–90 % der Psoriasis-Patienten betroffen sind.5

In der Regel treten bei der Plaque-Psoriasis charakteristische symmetrische, erythematöse, gut abgegrenzte Läsionen auf, die mit silbernen Schuppen bedeckt sind. Die Läsionen jucken und verursachen Schmerzen und Stechen.2,5

Sie verbreiten sich in der Regel auf Kopfhaut, Rumpf und Extremitäten, es können aber auch andere Stellen betroffen sein. Ein Beispiel hierfür wäre die Psoriasis inversa, die unter anderem in den Hautfalten auftritt und bei der die Schuppung minimal ausgeprägt ist. Die Nägel können betroffen sein, selbst wenn keine Hautplaques vorhanden sind und insbesondere, wenn eine psoriatische Arthritis vorliegt. Gelegentlich kann die Mundschleimhaut oder die Zunge betroffen sein.2,5

Grafik einer Frau mit Prädilektionsstellen/Lokalisation der Psoriasis vulgaris: Kopfhaut, Rumpf, Extremitäten, Ellenbogen, Knie, Kreuzbein, Nägel, Plaque

Weniger häufige Manifestationen der Psoriasis lassen sich von dem häufigeren Plaque-Typ durch die Morphologie unterscheiden und umfassen:5

  • Psoriasis guttata, die akut nach einer Streptokokken-Infektion der Gruppe A auftreten kann und mit kleinen, rosa, feinschuppigen Papeln am Rumpf oder an den Gliedmaßen einhergeht.
  • Psoriasis pustulosa, bei der vor allem die Handflächen oder Fußsohlen betroffen sind, auf denen sich zahlreiche schmerzhafte Pusteln entwickeln.
  • Erythrodermie, ein lebensbedrohlicher Notfall mit akutem oder subakutem Ausbruch mit generalisiertem Erythem und minimaler Schuppung.

Progression der Erkrankung und Komorbiditäten:

Bis zu 35 % der Psoriasis-Patienten entwickeln außerdem psoriatische Arthritis, was zu Gelenkdeformitäten und Behinderungen führt. Chronische Plaque-Psoriasis kann zu einer Erythrodermie fortschreiten, die den größten Teil der Haut oder die gesamte Haut betrifft und zu systemischen Erkrankungen führt. Psoriasis steht zudem im Zusammenhang mit Komorbiditäten, einschließlich kardiovaskulärer, metabolischer und psychologischer Erkrankungen, und hat einen signifikanten negativen Einfluss auf die Lebensqualität.1,5,6 Daher sind eine rechtzeitige Diagnose und eine angemessene Behandlung von entscheidender Bedeutung.5

Graphische Darstellung der Komorbiditäten der Psoriasis vulgaris: Psoriatische Arthritis, Angst/Depression, Suchtverhalten (hohe Raucherquote, Alkoholismus), Kardiovaskuläre Erkrankungen, Hypertonie, Diabetes, Dyslipidämie, Adipositas, Metabolisches Syndrom, Nephropathie, Nicht-alkoholische Steatohepatitis, Entzündliche Darmerkrankung

1,4,7

Lebensqualität

Psoriasis hat eine erhebliche negative Auswirkung auf die Lebensqualität der Patienten, selbst wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Körperoberfläche (BSA) betroffen ist.1,3

Das öffentliche Missverständnis über Psoriasis führt bei vielen Patienten zu Stigmatisierung und Diskriminierung, was zu Einsamkeit, Angstzuständen, Depressionen und Suizidgedanken führt.1,2 Patienten leiden an negativen Auswirkungen auf ihr soziales, berufliches und familiäres Leben und haben möglicherweise Probleme mit persönlichen und intimen Beziehungen.1

Daher leben Psoriasis-Patienten, obwohl sie in erster Linie Dermatologie-Patienten sind, mit einer die Lebensqualität einschränkenden Erkrankung, die als die ganze Person betreffende Krankheit erkannt und behandelt werden muss.

Referenzen

1 (WHO), W.H.O., Global Report on Psoriasis. 2016.

2 Langley, R.G., G.G. Krueger, and C.E. Griffiths, Psoriasis: epidemiology, clinical features, and quality of life. Ann Rheum Dis, 2005. 64 Suppl 2(Suppl 2): p. ii18-23; discussion ii24-5.

3 Lebwohl, M.G., et al., Patient perspectives in the management of psoriasis: results from the population-based Multinational Assessment of Psoriasis and Psoriatic Arthritis Survey. J Am Acad Dermatol, 2014. 70(5): p. 871-81.e1-30.

4 Takeshita, J., et al., Psoriasis and comorbid diseases: Epidemiology. J Am Acad Dermatol, 2017. 76(3): p. 377-390.

5 Kim, W.B., D. Jerome, and J. Yeung, Diagnosis and management of psoriasis. Can Fam Physician, 2017. 63(4): p. 278-285.

6 Fredriksson, T. and U. Pettersson, Severe psoriasis--oral therapy with a new retinoid. Dermatologica, 1978. 157(4): p. 238-44.

7 Oliveira Mde, F., O. Rocha Bde, and G.V. Duarte, Psoriasis: classical and emerging comorbidities. An Bras Dermatol, 2015. 90(1): p. 9-20.

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