Skip to content
Frau mit Psoriasis im Gesicht sitzt draußen

Psoriasis verstehen

Psoriasis ist eine chronische, immunvermittelte, entzündliche Hauterkrankung, von der 1 - 3 % der Allgemeinbevölkerung betroffen sind. Die häufigste Form, die Plaque-Psoriasis, macht 80 - 90 % der Fälle aus und manifestiert sich klinisch als gut abgegrenzte erythematöse Plaques, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind.1

Grundlegende Ursachen und immunologische Signalwege

Obwohl es sich um eine der am besten untersuchten dermatologischen Erkrankungen handelt, sind die genauen Ursachen und die Pathogenese der Psoriasis teilweise immer noch unklar. Es gibt Hinweise auf eine genetische Grundlage, aber es wird angenommen, dass zusätzliche Faktoren wie ein leichtes Trauma, Sonnenbrand, Infektionen, Stress und die Einnahme bestimmter Medikamente die Erkrankung auslösen können.2,3 Die beteiligten immunologischen Signalwege sind komplex.2 Sie umfassen Komponenten sowohl des angeborenen als auch des adaptiven Immunsystems, die mit der Interleukin (IL)-23/IL-17-Achse verbunden sind.3Brembilla-Darstellung der 2 Stadien der Pathogenese bei Psoriasis

Die Pathogenese der Psoriasis umfasst 2 Phasen: die Initiationsphase und die Erhaltungsphase. In der Initiation werden dendritische Zellen aktiviert und beginnen, Entzündungsmediatoren zu produzieren.1 Parallel dazu produzieren Keratinozyten übermäßig antimikrobielle Peptide, was dazu führt, dass dendritische Zellen aktiviert werden und pro-inflammatorische Zytokine produzieren. Diese sind an sich selbst verstärkenden Entzündungsschleifen beteiligt, indem sie T-Zellen aktivieren, die nun weitere Zytokine freisetzen und so die Entzündung aufrechterhalten.4

Lesen Sie mehr über immunologische Signalwege

Immunologie – eine Übersicht der Signalwege bei Plaque-Psoriasis

Eleanor Needham gibt einen Überblick über einige der immunologischen Signalwege, die bei der Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zu berücksichtigen sind.

Wichtige Herausforderungen bei Psoriasis

Psoriasis erfordert einen ganzheitlichen Ansatz

Psoriasis ist hochkomplex und bringt eine Reihe von Begleiterscheinungen mit sich, darunter Schmerzen, Entstellung, Stigmatisierung und ein erhöhtes Risiko für Komorbiditäten. Die Mehrheit der Psoriasis-Patienten leidet an einer chronischen Erkrankung, die zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität und des Wohlbefindens führt. Obwohl es sich in erster Linie um eine dermatologische Erkrankung handelt, erfordert die Behandlung der Psoriasis einen ganzheitlichen Ansatz, um die Chronizität und das Wiederauftreten der Symptome anzugehen, mögliche Komplikationen zu verhindern und das Risiko von Komorbiditäten zu minimieren.5

Eine chronische Erkrankung, die eine langfristige Behandlung erfordert.

Das Wiederauftreten der Symptome bei gesunder Haut ist eine große Schwierigkeit bei der Behandlung der Psoriasis. Neuere Studien zeigen Spuren von Entzündungen in Form von gewebsansässigen Gedächtniszellen (TRM) in gesunder Haut, bei der Psoriasis-Plaques verschwunden waren. TRMs sind in der Lage, Entzündungskaskaden zu initiieren und Psoriasis-Schübe hervorzurufen, was auf ihre Rolle im lokalen Gedächtnis der Krankheit hinweist.6 Das Vorhandensein von TRMs zeigt die Komplexität der Psoriasis und unterstreicht die Notwendigkeit eines regelmäßigen Screenings und einer langfristigen Behandlung der Krankheit.7

Das könnte Sie auch interessieren

Frau kratzt sich am Handgelenk

Übersicht

Entdecken Sie weitere relevante Themen und vertiefen Sie Ihr Verständnis von Psoriasis.

Mehr erfahren
Frau, die ihren Hals vom Arzt auf Psoriasis-Symptome untersuchen lässt

Diagnose und Behandlung

Eine genaue Diagnose ist der Schlüssel zum Umgang mit Psoriasis – wie entscheiden Sie, welche Behandlung Sie Ihren Patienten verschreiben?

Mehr erfahren

Referenzen

1 Georgescu S. et al. Int. J. Mol. Sci 2019;20:739.

2 Schön MP. Immunol 2019;10:1764.

3 Schön MP, Erpenbeck L. Front. Immunol 2018;9:1323.

4 Brandon A. et al. Advances in skin and would care.32:2.

5 WHO Global report on psoriasis 2016.

6 Owczarczyk SA, et al. Int J Mol Sci 2020;21(2):625.

7 Clark RA. J Invest Dermatol. 2011;131(2):283–285.

nach oben